Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der
privaten Haftpflichtversicherung die wichtigste Versicherung. Wer nicht
privat vorsorgt, riskiert nach einer schweren Krankheit oder einem schlimmen
Unfall den finanziellen Ruin, insbesondere wenn eine Familie zu versorgen
ist.
Wer invalide wird, kann auf die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung
kaum zählen. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht bei weitem
nicht aus, den Lebensstandard zu sichern.
Risiko
Das Risiko berufsunfähig zu werden, ist nicht gering:
Knapp ein Viertel jedes Jahrgangs kann wegen gesundheitlicher Probleme irgendwann
nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr arbeiten. Es kann jeden
treffen.
Aber nur rund 15 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland haben
einen Vertrag für eine private BU- Rente abgeschlossen. Die drei häufigsten
Gründe für eine Invalidität sind für Frauen psychische
Erkrankungen (36 Prozent der Fälle), Erkrankungen an Skelett, Muskeln
und Bindegewebe (21 Prozent) und Krebs (15 Prozent).
Unfallversicherung reicht nicht
Für Männer sind es Erkrankungen an Skelett,
Muskeln und Bindegewebe (24 Prozent), psychische Erkrankungen (23 Prozent)
und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (17 Prozent). Es sind die Krankheiten, die
in den allermeisten Fällen zu einer Berufsunfähigkeit führen.
Eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von Männern wird nach den
Statistiken des Verbandes deutscher Rentenversicherungs-träger (VDR)
nur zu 4,25 Prozent durch "Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere
Folgen äußerer Ursachen" ausgelöst. Bei Frauen sind es sogar
nur 1,62 Prozent. Deswegen kann eine Unfallversicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung
nicht ersetzen.


